Die Metallverarbeitung gehört in Deutschland zu einem der wichtigsten Industriezweige. Dabei geht es neben der Herstellung auch um die Be- und Verarbeitung sowie die Formung von Metall. Die fertigen Produkte kommen beispielsweise für den Maschinenbau, die Automobilindustrie oder die Elektronikbranche zum Einsatz. Das sind bedeutungsvolle Bereiche, um am internationalen Markt wettbewerbsfähig bleiben zu können. Interessant ist auf jeden Fall, dass bei der Metallverarbeitung traditionelles Handwerk auf moderne Technologie trifft. Diese Kombination hat sich bewährt, wenn es darum geht, Metall präzise und zuverlässig herzustellen oder zu formen sowie höchsten Qualitätsanforderungen zu genügen.
Welche Verfahren sind in der Metallverarbeitung nicht wegzudenken?
In der Metallindustrie sind vor allem Walzen unentbehrlich, da sie nicht nur bei der Herstellung von Metallblechen oder Metallplatten, sondern auch bei der Fertigung von Profilen oder Rohre maßgeblich sind. Dabei kann die Metallverarbeitung mit Walzen sowohl unter Einsatz von Wärme als auch von Kälte erfolgen. Beim Warmwalzen wird das Metall besonders hohen Temperaturen ausgesetzt und anschließend verarbeitet. Durch die Hitze ist es möglich, das Metall in die gewünschte Form zu bringen. Das Kaltwalzen kommt hingegen dann zum Einsatz, wenn exakte Abmessungen und eine besonders glatte Oberfläche gewünscht werden. Beide Verfahren haben somit ihre Vorzüge.
Ebenso interessant für die industrielle Metallfertigung ist die Arbeit mit Profilwalzen. In diesem Rahmen wird das Metall nicht nur in der Stärke bearbeitet, sondern ebenso in definierte Querschnittsformen gebracht. Auf diese Weise entstehen gezielt und ohne Nachbearbeitungen spezielle Rohre, Schienen oder Profile für den Maschinenbau.
Neben dem Walzen nutzt die Industrie für Metallverarbeitung weitere Techniken, die für die Herstellung von Bauteilen von großem Wert sind. Beim Schneiden werden Bleche, Stangen oder Rohre mit Sägen, Laser oder Wasserstrahl in die gewünschte Form gebracht. Das Biegen von Metall erfolgt dagegen durch Pressen oder Rollen. Somit ist die Fertigung von Winkeln, Bögen oder komplexen Profilen denkbar. Mit Schweißverfahren, wie dem Lichtbogenschweißen, lassen sich ein oder mehrere Metallteile dauerhaft und stabil miteinander verbinden. Mittels Fräsen, Drehen und Bohren gelingt es zudem, präzise Linien, Gewinde oder Bohrungen zu erzeugen. Wie sich erkennen lässt, stehen der Industrie diverse Hilfsmittel zur Verfügung, um Metall zuverlässig und sicher zu verarbeiten.
Welche modernen Hilfsmittel zählen ebenso zum Standard in der Metallverarbeitung?
Die Metallverarbeitung bedient sich seit mehreren Jahren der Digitalisierung. Durch die Verwendung von CNC-Maschinen, intelligenten Robotern und hochentwickelten Computern ist die millimetergenaue Produktion von Metallwaren zum Wunschtermin möglich. Dank besonderer Software sind zudem bereits bei der Planung etwaige Belastungspunkte, Materialverhalten und Wärmeentwicklungen erkennbar. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Entwicklung und die erfolgreiche Fertigung der Metallstücke aus.
Besonders interessant ist der 3D-Metalldruck. Hierbei kommt ein innovatives Verfahren zum Tragen, das die Metallverarbeitung revolutioniert hat. Im Gegensatz zur klassischen Metallbearbeitung wird Material Schicht für Schicht aufgetragen. Zeitaufwendiges Umformen von Metallschichten ist demnach nicht mehr nötig. Somit lassen sich äußerst komplexe Metallteile herstellen, die mit klassischen Methoden nur schwer oder gar nicht möglich wären.
Verfahren des 3D-Metalldrucks im Überblick:
- Laser-Pulverbett-Schmelzen: Bei diesem Verfahren wird Metallpulver schichtweise durch Laser geschmolzen und zu einem festen Bauteil verschmolzen.
- Selektives Laserschmelzen: Das Laserschmelzen ist dem Laser-Pulverbett-Schmelzen nicht unähnlich. Es kommt in erster Linie für besonders feste Werkstoffe zum Einsatz.
- Direct Metal Laser Sintering: Das Sintern von Metallpulver mittels Laser ist perfekt für Prototypen und der Herstellung kleiner Produkteinheiten.
- Binder Jetting: Bei diesem Verfahren kommt Metallpulver mit einem Binder in Kontakt und wird anschließend gesintert.
Die Metallverarbeitung ermöglicht dank traditionellen und modernen Techniken die Herstellung zahlreicher Produkte zu. Durch die Verbindung unterschiedlicher Bearbeitungstechniken mit hochwertigen Werksstoffen und digitalen Tools entstehen inzwischen Werkstücke, die in Qualität, Präzision und Langlebigkeit keine Wünsche offenlassen.
