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    Home»Sonstiges»Deutschlands Wirtschaft am Abgrund? Das sind die Gründe
    16. Januar 2026

    Deutschlands Wirtschaft am Abgrund? Das sind die Gründe

    Sonstiges
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    Deutschlands Wirtschaft startet mit schweren Altlasten in das neue Jahr. Sinkende Gewinne, der anhaltende Stellenabbau und die Zurückhaltung bei Investitionen sorgen nicht gerade für optimistische Prognosen.

    Steigende Umsätze, schwindende Erträge

    Auf den ersten Blick wirken die Zahlen durchaus stabil. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Die 100 umsatzstärksten Unternehmen haben zwar in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 Erlöse von rund 1,55 Billionen Euro erzielt und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig sind aber die operativen Ergebnisse zurückgegangen. Sieht man sich die Auswertung von EY an, so hat sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern um rund 15 Prozent auf 102 Milliarden Euro verringert. Letztlich musste mehr als die Hälfte der Konzerne Einbußen hinnehmen. „2025 war ein weiteres Krisenjahr für die deutsche Wirtschaft“, so EY-Experte Jan Brorhilker.

    In der Industrie ist die Entwicklung besonders deutlich zu erkennen. Während sich die Umsätze vieler Unternehmen nur moderat verändert haben, geriet die Profitabilität massiv unter Druck. Das aufgrund steigender Energie-, Personal- und Vorproduktionskosten.

    Auto- und Chemiebranche sind besonders stark betroffen

    In kaum einer Branche ist die Schere zwischen dem Erlös und dem Gewinn so stark auseinander gegangen wie im Automobilsektor. Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz haben zwar zusammengenommen nur einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet, mussten aber einen Einbruch ihres operativen Ergebnisses um fast die Hälfte hinnehmen. Noch drastischer ist die Entwicklung in der Chemieindustrie ausgefallen, wo die Gewinne gegenüber dem Vorjahr um mehr als 70 Prozent eingebrochen sind.

    Es gibt zwar positive Ausnahmen, die finden sich aber nur in ausgewählten Bereichen. So haben die IT-Unternehmen ihre Erträge nahezu verdoppelt, während der Gesundheitssektor Zuwächse von rund 40 Prozent gemeldet hat. Diese Lichtblicke sind aber nicht ausreichend, wenn es darum geht, die strukturellen Probleme der Gesamtwirtschaft zu überdecken.

    Arbeitsmarkt verliert weiter an Substanz

    Natürlich spiegelt sich die schwache Ertragslage zunehmend auf dem Arbeitsmarkt wider. Allein zwischen Januar und September 2025 haben die größten Unternehmen des Landes rund 17.500 Stellen abgebaut. Seit dem Jahr 2023 hat sich der Beschäftigungsverlust auf etwa 100.000 Arbeitsplätze ausgeweitet. Hier ist vor allem die Industrie stark betroffen; innerhalb eines Jahres sind über 120.000 Stellen weggefallen. „Der Stellenabbau in der deutschen Industrie ist noch nicht abgeschlossen“, warnte Brorhilker.

    Die deutsche Automobilbranche steht hier neuerlich im Zentrum der Einschnitte. Die Zahl der Beschäftigten ist um mehr als 6 Prozent zurückgegangen. Volkswagen plant zudem, bis zum Jahr 2030 noch weitere 35.000 Stellen in Deutschland zu streichen. Der Zulieferer Bosch kündigte an, 22.000 Arbeitsplätzen in seiner Mobilitätssparte zu streichen. Neben Kostendruck spielt auch der zunehmende Einsatz von Automatisierung und KI eine Rolle. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt dürfte angespannt bleiben, gerade für Berufseinsteiger“, so Brorhilker.

    Insolvenzen nehmen weiter zu

    Parallel zum Stellenabbau ist die Zahl der Unternehmenspleiten nach oben geklettert. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2024 insgesamt 21.812 Insolvenzen registriert. So viele wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Und 2025 hat sich der Trend fortgesetzt.

    Besonders häufig sind jene Branchen betroffen, die eine hohe Kostenbelastung und geringe Preissetzungsmacht haben. Dazu gehören Verkehr und Logistik, das Baugewerbe sowie das Gastgewerbe. Während in den früheren Jahren noch ein Großteil insolventer Firmen übernommen oder saniert wurde, gelingen heute auch kaum mehr Rettungsversuche. Laut der Unternehmensberatung Falkensteg finden deutlich weniger als die Hälfte der insolventen Betriebe einen Käufer.

    Investoren wenden sich ab

    Auch am Verhalten der Investoren erkennt man, dass der Standort Deutschland unattraktiver geworden ist. „Wir bekommen in unseren internationalen M&A-Prozessen mittlerweile sehr häufig die Rückmeldung, dass Investoren ganz grundsätzlich in Deutschland nicht mehr investieren“, so Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt. „Deutsche Unternehmen sind in vielen Branchen einfach raus.“

    Vor allem liegt das auch an der Bürokratie. Viele Gesetze haben in den letzten Jahren oft für die gegenteilige Wirkung gesorgt. Das beste Beispiel mag hier unter anderem das deutsche Glücksspielgesetz sein. Ein strenges und umfangreiches Regelwerk, kaum Nutzen für Spieler. Wer anonymes Spielen in Casinos ohne Verifizierung bevorzugt oder mit Kryptowährungen Einzahlungen tätigen will, muss sich für einen Anbieter mit internationaler Glücksspiellizenz entscheiden. Online Casinos mit deutscher Lizenz schreiben einen Maximaleinsatz von 1 Euro vor, beschränken das monatliche Einzahlungslimit auf 1.000 Euro und verbieten Live Casino Spiele.

    Letztlich ist auch kein schneller Stimmungsumschwung in Sicht. In der jüngsten Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft gehen 22 von 46 Wirtschaftsverbänden davon aus, dass im Jahr 2026 mit weiterem Stellenabbau zu rechnen ist. Gerade einmal 9 Verbände erwarten steigende Beschäftigtenzahlen, während ein Drittel von einer Stagnation ausgeht. „Wer auf ein baldiges und umfassendes Ende der Wirtschaftskrise gehofft hat, wird auch 2026 enttäuscht“, so IW-Direktor Michael Hüther.

    Vorsichtiger Optimismus in einzelnen Branchen

    Trotz der angespannten Lage gibt es auch Anzeichen für eine mögliche Erholung. Rund 19 Verbände gehen davon aus, dass im kommenden Jahr die Umsätze steigen oder die Produktion anzieht. Hüther spricht von einer „leichten Stimmungsaufhellung“. Impulse kommen vor allem aus Bereichen, die von staatlichen Investitionsprogrammen und steigenden Verteidigungsausgaben profitieren. Dazu gehören etwa Luft- und Raumfahrt, Schiffbau und Teile des Baugewerbes.

    Brorhilker sieht insbesondere für die Autoindustrie mittelfristig Chancen: „Von der deutschen Autoindustrie gab es im Jahr 2025 vor allem schlechte Nachrichten. Aber die strategische Neuausrichtung und starke neue Modelle, auch und gerade im Elektrosegment, bieten durchaus Chancen, dass das Tal der Tränen bald durchschritten sein wird.“

    Strukturprobleme bleiben ungelöst

    Unabhängig von konjunkturellen Impulsen sind es aber die strukturellen Belastungen, die zunehmend in den Fokus rücken. DIHK-Präsident Peter Adrian hat zuletzt die hohe Abgabenlast kritisiert: „Wer morgens aufsteht und hart arbeitet, ist von unserem System nicht unbedingt begünstigt.“ Auch der Ökonom Axel Börsch-Supan warnt vor weiter steigenden Sozialausgaben. „Wenn wir immer mehr für Soziales ausgeben, schwächen wir das Wachstum.“

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